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Preiserhöhung Verpackungen

Seit nunmehr knapp einem Jahr treibt uns die Corona-Pandemie um und ist das allgegenwärtig beherrschende Thema, sowohl im privaten als auch geschäftlichen Bereich. Die damit einhergehenden direkten und indirekten Auswirkungen und Verwerfungen, sorgen weltweit für große, wirtschaftliche Veränderungen und Probleme.

Auch auf uns kommen immer neue Herausforderungen zu:

Die erste Hiobsbotschaft erreichte uns Anfang des Jahres in Form von drastisch (um mehr als das 7-fache) gestiegenen Containerfrachten. Hiervon betroffen sind u.a. Artikelgruppen wie Kaffeebecher und viele der neuen „nachhaltigen“ Produkte, da diese hauptsächlich in Fernost produziert werden. Die daraus resultierenden Preisanpassungen bewegen sich zwischen 10% und 30%. Hinzu kommt nun eine nie da gewesene Rohstoff-Knappheit im Bereich Kunststoffe (insbesondere PS, PP und PE). Uns liegen hier aktuell Preisanpassungen zwischen 6%-20% vor. Diese extreme Bandbreite zeigt, wie turbulent es aktuell auf den Märkten zugeht und welche Unsicherheit herrscht. Wir müssen auch leider davon ausgehen, dass in Kürze weitere Erhöhungen folgen bzw. auch andere Produktgruppen betroffen sein werden.

Leider stellen die Erhöhungen auch nicht die einzige Herausforderung dar: Tatsächlich führt die Rohstoff-Knappheit dazu, dass der Bedarf nicht mehr ausreichend bedient werden kann. Ein großer deutscher Produzent (für die Ihnen bekannten Feinkost- und Verpackungsbecher) hat die Produktion an den Wochenenden eingestellt, da schlicht nicht genug Rohstoff vorhanden ist, der verarbeitet werden könnte.

Neben fehlendem Rohstoff im Kunststoff-Bereich, kommt es auch im Bereich der Kartonnagen zu Knappheit, welche auf den Online-Handel-Boom zurückzuführen ist. So müssen Produktionen angehalten werden, weil nicht ausreichend Kartonnage zur Verpackung verfügbar ist. Diese „Papier-Knappheit“ führt natürlich auch in diesem Artikelbereich zu Erhöhungen (bis zu 9%). Bislang sind hier bspw. Pizzaboxen, Perga sowie Einschlag-Papier betroffen.

Aufgrund dieser absoluten Ausnahmesituation sind wir daher leider gezwungen, sämtliche Preisanfragen und Preislisten auszusetzen und Ihnen die Preise bei Auftragseingang mitzuteilen. Wir sehen derzeit jedoch keine andere Möglichkeit, da uns die Erhöhungen in einer Höhe und Kurzfristigkeit treffen, die uns keinerlei Reaktionsmöglichkeit und Handlungsspielraum lässt.

Sie können sicher sein, dass wir die Preise nur da anpassen, wo auch wir Erhöhungen seitens der Hersteller erhalten. Und sollten sich Preise wieder nach unten korrigieren, werden wir natürlich auch diese Anpassungen sofort wieder an Sie weitergeben. Selbstverständlich ist es unser erstes Anliegen, Sie auch weiterhin in der gewohnten Qualität bedienen zu dürfen und Sie auch weiterhin bestmöglich auf dem Laufenden zu halten. Wir tun alles was uns möglich ist – bitte helfen Sie uns dabei!

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass sich die Situation möglichst bald wieder normalisiert.

Mit freundlichen Grüßen aus Duisburg

Ihr GREEN!-Team

Hier finden Sie weitere Infos zum Thema Verpackungen:

Frankfurter Allgemeine vom 03.03.2021



Plastiktütenverbot ab 01.01.2022

Mit dem Gesetz zur Änderung des Verpackungsgesetzes dürfen ab dem 1.1.2022 leichte Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern (µ) nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Auch Bio-basierte und Bio-abbaubare Kunststofftragetaschen fallen unter das Verbot. Dafür hat der Bundestag am 26.11.2020 gestimmt. Das Gesetz hat inzwischen auch den Bundesrat passiert.

Folgende Tragetaschen sind demnach erlaubt:

1. Dünnwandige Plastiktüten mit weniger als 15 Mikrometern

Die sehr dünnen Plastiktüten sollen für einen hygienischen Umgang mit offenen und leicht verderblichen Lebensmitteln sorgen. Hier sind derzeit keine umweltfreundlicheren Alternativen verfügbar.

2. Plastiktüten mit einer Wandstärke von 50 Mikrometern und mehr

Die Tragetaschen mit 50 Mikrometern und mehr werden vielfach wiederverwendet und sind daher als Mehrwegtaschen eingestuft und vom Plastiktütenverbot ausgenommen.

Das Verbot war in der politischen Debatte umstritten. Die Vorgaben aus der EU-VerpackungsRL zur Reduzierung von Plastiktüten werden in Deutschland bereits jetzt übererfüllt. Nach europäischen Vorgaben soll der Pro-Kopf-Verbrauch bis 2025 bei 40 Plastiktüten liegen. In Deutschland werden aktuell jährlich 20 Plastiktüten pro Kopf verbraucht. Die 2016 eingegangene Selbstverpflichtung des Handels, diese Tragetaschen nur noch gegen Entgelt abzugeben, hatte die gewünschte Wirkung entfaltet.

Die Übergangsfrist bis Anfang 2022 soll dem Handel ausreichend Zeit einräumen, die vorhandenen Restbestände abzuverkaufen.

Die Position des verantwortlichen Bundesministeriums finden Sie hier: BMI